Grußwort

 

Liebe Leserinnen und Leser,

am Abend des 3. Oktober 1226 starb Franz von Assisi, auf eigenen Wunsch nackt auf den Boden gelegt, arm wie er gelebt hatte. In diesem Jahr jährt sich sein Tod zum 800. Mal. Schon zwei Jahre nach seinem Tod begann man in Assisi mit dem Bau der Basilika San Francesco, die das Bild hier zeigt. In der Krypta liegt sein Grab. Man mag darin einen Widerspruch sehen: Der Mann, der nichts besitzen wollte, ruht in einer der prächtigsten Kirchen. Doch die Menschen kommen wegen des Armen, der dort begraben liegt.

Berühmt ist sein Sonnengesang. Darin nennt er die Sonne seinen Bruder, den Mond seine Schwester, Wind, Wasser und Feuer seine Geschwister.

 

 

 

Franziskus sah die Schöpfung nicht als Vorrat, sondern als Familie. Wie passend, dass sein Gedenktag in diesem Jahr auf den Erntedanksonntag fällt.

Franziskus erinnert uns daran, dass Dankbarkeit mehr ist als ein freundliches Gefühl. Sie verändert, wie wir leben: wie wir mit Brot und Wasser umgehen, mit Tieren und Pflanzen, mit Menschen am Rand. Denn für Franziskus gehörte beides zusammen, die Liebe zur Schöpfung und die Liebe zu den Armen.

Möge Gott Sie und Ihre Lieben mit seinem Segen begleiten!
Ihre Christiane Kreiß und Pfarrer Matthias Eggers