Licht ins Dunkel bringen

21. Juni 2026

Andere sprechen von Aufarbeitung – Wir tun es!
Wir leben in einer Zeit, in der zum Glück immer mehr Betroffene sexualisierter Gewalt den Mut finden, das oft Unsagbare auszusprechen und zu benennen. Wer das Schweigen bricht, bricht die Macht der Täter. Sprachräume zu öffnen für das, was geschehen ist, ist ein erster wichtiger Schritt – hin zu mehr Gerechtigkeit, mehr Wahrheit und auch zu Wegen der Linderung und Heilung.

Liebe Leserinnen und Leser,

viele Betroffene mussten über lange Zeit erleben, dass ihnen nicht geglaubt wurde. Manche von ihnen erfahren bis heute, dass die Mechanismen des Selbstschutzes und der Verdrängung wie eine undurchdringliche Mauer wirken.

Doch diese Mauern werden brüchiger, und das wahre Ausmaß der sexuellen Übergriffe wird immer deutlicher sichtbar. Es fällt Licht ins Dunkel. Auch wenn dieser Prozess schmerzhaft ist, ist er zugleich eine positive Entwicklung. Er ist die Voraussetzung dafür, dass eine bessere Welt möglich wird – eine Welt, in der Kinder und schutzbedürftige Menschen solchen Taten nicht länger schutzlos ausgeliefert sind.

Für die Pfarrei St. Petrus ist der unglaubliche Mut der Betroffenen zugleich Auftrag und Verpflichtung, sich an die Seite derjenigen zu stellen, die bis heute oft nicht die Aufmerksamkeit, Solidarität und Wertschätzung erhalten, die ihnen zustehen.

Dabei macht sich die Pfarrei den Ausspruch von Gisele Pelicot zu eigen, den eine der Betroffenen aus Heiningen zitiert hat: “Die Scham muss die Seite wechseln.” Nicht die Betroffenen oder der Ort des Geschehens müssen beschämt sein, sondern die Scham gehört auf die Seite der Täter und der Verantwortlichen. Deshalb danken wir den Betroffenen, die den Mut gefunden haben, zu sprechen.

Ihrem Mut haben wir es zu verdanken, dass wir nun gesichert von einem weiteren Priester wissen, der sich auf dem Gebiet unserer Pfarrer an Kindern vergangen hat. Es handelt sich um den Jesuitenpater Joseph Christelbach, der von 1965 bis zu seinem Tod 1972 als Pfarrverwalter in Heiningen im Einsatz war.

Die Pfarrei St. Petrus möchte durch ihren Teil der Aufarbeitung zu dem ausstehenden Mentalitätswechsel bei sich selbst und damit in der ganzen Kirche beitragen. Unser Wissen über die Existenz von drei Priestern der Pfarrei St. Petrus, die sexuelle Übergriffe begangen haben, stammt nicht von der Bistumsleitung, sondern von den Betroffenen, die sich an uns gewandt haben. Ohne das konsequente Nachhaken durch die Pfarreileitung hätte es im Fall Christelbach keine Aufarbeitung gegeben.

Wir danken jedoch auch der mittleren Ebene im Bistum für die kontinuierliche Unterstützung und insbesondere Richter a.D. Wolfgang Rosenbusch für seine Nachforschungen.

Außerdem finden Sie weiter unten in einem Zeitstrahl die verschiedenen Stationen der Auseinandersetzung unserer Pfarrei mit dem Thema.

Wenn Sie Fragen oder einen Gesprächswunsch haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:

Sie haben Fragen an jemanden aus der Pfarrei:

Sie erreichen die Pfarreileitung wie folgt:

Matthias Eggers
(Pfarrer)
Tel. 0170 4838317
matthias.eggers@bistum-hildesheim.net

Christiane Kreiß
(Juristin)
Tel. 05331 920322
christiane.kreiss@bistum-hildesheim.net

Sie wollen wissen, was sexualisierte Gewalt bedeutet:

Jutta Menkhaus-Vollmer
(Fachstelle Prävention von sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim)
Tel. 05121 307-170

Christiane Galonska
(In Präventionsfragen geschulte Person der Pfarrei St. Petrus)
Tel. 0178 7820205
christianegalonska@gmx.de

Wenn Sie befürchten, dass Ihr Kind betroffen ist, oder es in Ihrer Familie Gesprächsbedarf zum Thema sexuelle Grenzverletzungen gibt:

Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche
Landkreis Wolfenbüttel
Harztorwall 25, 38300 Wolfenbüttel
Tel. 05331 84186
beratungsstelle@lk-wf.de

Sie sind selbst Betroffene(r) oder wissen von einem Vorfall sexualisierter Gewalt, ausgeübt durch einen Kleriker oder einen Beschäftigten des Bistums Hildesheim, dann können Sie mit den unabhängigen Ansprechpersonen des Bistums sprechen:

Meike Heier
(Dipl. Psychologin)
Tel. 0151 22725949
meike.heier@posteo.de

Hanspeter Teetzmann
(Jurist)
Tel. 0151 27273563
hanspeter.teetzmann@posteo.de

Dr. Alisia Sachse
(Praktische Ärztin)
Tel. 0160 3304499
alisia.sachse@posteo.de

Claudia Walderbach
(Dipl. Sozialpädagogin)
Tel. 0151 534435625
claudia.walderbach@posteo.de

Der Betroffenenrat Nord stellt sich vor:

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Der Betroffenenrat Nord…

… besteht aus neun Personen (drei Frauen, sechs Männer), die entweder selbst direkt betroffen von sexualisierter Gewalt durch Mitarbeiter:innen der katholischen Kirche oder Angehörige/Betreuer direkt betroffener Personen sind, und wurde nach einem Auswahlverfahren durch unabhängige Personen formal von den drei (Erz-)Bischöfen der Metropolie Hamburg (Erzbistum Hamburg, Bistümer Hildesheim und Osnabrück) im Frühjahr 2022 berufen.

Er fungiert als Expert:innengremium in Fragen sexualisierter Gewalt hinsichtlich Prävention, Intervention und Aufarbeitung.

Der Rat steht in keinerlei Abhängigkeitsverhältnis zur Kirche und ist niemandem Rechenschaft schuldig. Er versteht sich vorrangig als Vertretung für die Anliegen, Anerkennung und Würdigung von Betroffenen und ihres Leids in der Entwicklung und Aufarbeitung des Umgangs mit sexualisierter Gewalt im Erzbistum Hamburg und den Bistümern Hildesheim und Osnabrück. Die Themen seiner Arbeit erwachsen aus Anfragen von außen oder Schwerpunkten, die er selbst setzt. So gibt er Stellungnahmen aus Betroffenensicht ab, stellt Anfragen an andere Stellen (Datenschutzbehörde, Kirchenrechtler etc.) und setzt sich kritisch mit den jeweiligen bistumsinternen Verfahren zu Prävention, Intervention und Aufarbeitung auseinander.

Drei gewählte Mitglieder des Betroffenenrats sind zugleich Mitglieder in der Unabhängigen Aufarbeitungskommission (UAK Nord).

Der Rat sucht den Kontakt zu anderen Betroffenen in den drei (Erz-)Bistümern und ermöglicht ab Juni 2023 den Austausch in Betroffenenforen, um über seine Arbeit zu berichten und zugleich ein offenes Ohr für die Anliegen der Mitbetroffenen zu haben und diese in die Arbeit der UAK Nord und die Arbeit in den Bistümern einzubringen.
Darüber hinaus sammelt der Betroffenenrat Stimmen derjenigen, die ihr Schweigen brechen, in Audiodateien auf der Homepage des Rates, um die Folgen der Taten in O-Tönen hörbar zu machen und Zeugnis über das Leid abzulegen.

-> zur Homepage: www.betroffenenrat-nord.de

Historie zum Fall Joseph Christelbach

8. Juli 2026 – Der Betroffenenrat Nord wendet sich an die Päpstliche Kinderschutzkommission

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Der Betroffenenrat Nord hat sich bewusst an die Päpstliche Kinderschutzkommission gewandt und um eine Prüfung der Vorgänge gebeten. Ziel ist eine klare fachliche Orientierung dazu, wie die Interventionsordnung konsequent und im Sinne eines wirksamen Schutzes von Betroffenen anzuwenden ist.

Der „Heininger Fall“ hat das Vertrauen vieler Betroffenen in die kirchlichen Verfahren im Bistum Hildesheim erneut tief erschüttert.

28. Juni 2026 – Erscheinen des Sommerpfarrbriefes

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Im Sommerpfarrbrief der Pfarrei wird von 3 Priestern berichtet, die auf dem Gebiet der heutigen Pfarrei tätig waren, und von denen wir wissen, dass sie zum Teil schwere Verbrechen begangen haben.

PDF-Downloads:

21. Juni 2026 - Informationsveranstaltung in Heiningen

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Bei einer Informationsveranstaltung am Sonntag, 21. Juni 2026, im Gemeindesaal der Heininger Klosterkirche stellte Richter a.D. Rosenbusch die bisherigen Ergebnisse seiner Recherchen Bürgerinnen und Bürgern Heiningens vor. Er hatte insbesondere über Listen von Kindergruppen der damaligen Zeit versucht, Personen zu finden, die weitere Aussagen machen könnten.

Insgesamt sprach er von 6 Frauen, die bezeugen, dass Christelbach an ihnen im Kindesalter sexuell erhebliche Handlungen vorgenommen hat.
Aus den vorliegenden Fakten ist zu schließen, dass Christelbach Strategien verfolgte, um Kindern nahezukommen.

Richter a.D. Rosenbusch startet nun einen allgemeinen Aufruf an mögliche Zeitzeugen.

Juni 2025 – Beauftragung von Wolfgang Rosenbusch

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Am 13.06.2025 wird Wolfgang Rosenbusch, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D., mit der Untersuchung der Vorwürfe gegen Pater Joseph Christelbach beauftragt.
April 2025 – Einleitung der Untersuchung

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Diese zweite Meldung führte schließlich 5 Jahre nach der ersten Meldung im April 2025 dazu, dass der Bischöfliche Beraterstab in Fragen sexualisierter Gewalt der Bistumsleitung empfohlen hat, eine Untersuchung einzuleiten.
Februar 2025 – Meldung einer weiteren Betroffenen

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Im Februar 2025 informierte Pfarrer Eggers Claudia Walderbach, zu dem Zeitpunkt unabhängige Ansprechperson für Verdachtsfälle sexualisierter Gewalt, über die Tatvorwürfe einer weiteren betroffenen Frau.
April 2022 – Erste interne Recherche

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Michaela Siano, zu dem Zeitpunkt unabhängige Ansprechperson für Verdachtsfälle sexualisierter Gewalt, informierte im April 2022 die Stabsabteilung Prävention, Intervention und Aufarbeitung über ihren Kontakt mit der betroffenen Frau. Daraufhin erfolgten interne Recherchen und eine Anfrage beim Jesuitenorden, die laut Bistum keine weiteren Tatvorwürfe ergaben. Allerdings ergab sich aus der Dekanatsakte, dass Christelbach 14940,- DM für die Anschaffung von Spielplatzgeräten ausgegeben hat.
März 2022 – Information an die Stabsabteilung durch Pfarrer Eggers

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Im März 2022 informierte Pfarrer Eggers Martin Richter, den Leiter der Stabsabteilung Prävention, Intervention und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt, über die Vorwürfe der betroffenen Frau. Der Name Christelbach war bis dahin in der Abteilung nicht bekannt.
Januar 2021 – Zweite Meldung im Fall Christelbach

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Bei einem Treffen im Bischöflichen Generalvikariat im Januar 2021 informierte Pfarrer Eggers Bischof Dr. Wilmer SCJ und Generalvikar Martin Wilk erneut über die Vorwürfe.
November 2020 – Erste Meldung im Fall Christelbach

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Im November 2020 informierte Pfarrer Matthias Eggers in einem Telefonat Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ erstmalig über eine Verdachtsmeldung gegen Pater Joseph Christelbach. Ein Mitglied der Pfarrei St. Petrus, Wolfenbüttel, hatte sich einem anderen Pfarreimitglied anvertraut, Christelbach habe seine Hand in ihre Unterhose geführt als sie etwa fünf Jahre gewesen sei. 

Historie zum Fall Georg Merettig

26. Mai 2024 - Sonntagsgottesdienst wird zum Protest

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Zum Gottesdienst in die St.-Petrus-Kirche kamen mehr als 900 Besucher, die ihre Solidarität für die Sache und Pfarrer Eggers zum Ausdruck bringen wollten. Die Messdiener hatten für die schnelle Verbreitung der Nachricht von der angedrohten Amtsenthebung gesorgt. Auch wurden in allen Gottesdiensten Unterschriften gesammelt. Allein in der St.-Petrus-Kirche wurden 903 Unterschriften abgegeben und bereits am Abend in Hildesheim Weihbischof Bongartz übergeben. Inzwischen sind zahlreiche Unterschriften und eine Online-Petition dazu gekommen.

           

23. Mai 2024 - Aufforderung zum freiwilligen Amtsverzicht

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In dem vereinbarten Gespräch fordert Bischof Wilmer Pfarrer Eggers auf, freiwillig eine Auszeit zu nehmen und sein Amt als Pfarrer von St. Petrus zur Verfügung zu stellen. Er habe dem Volk Gottes großen Schaden zugefügt. Anderenfalls behalte er sich vor, ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten. Pfarrer Eggers habe bis zum 7. Juni Zeit, eine Entscheidung zu treffen.

Außerdem habe er festgelegt, dass die Visitation und die Firmung von einem anderen Geistlichen als Weihbischof Bongartz vorgenommen werden soll.

An dem Gespräch nahmen auch aus unserer Pfarrei Nicole Sacha und Christiane Kreiß und für das Bistum Dr. Markus Güttler und Domkapitular Dr. Martin Marahrens teil.

21. Mai 2024 - Brief des Pfarreirates an Bischof Wilmer

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Brief des Pfarreirates

Auch der Pfarreirat wendet sich mit einem Brief an Bischof Wilmer, mit dem er die Visitation und die Firmung durch Weihbischof Bongartz abwenden möchte.

18. Mai 2024 - Interview mit Pfarrer Eggers in der Hildesheimer Zeitung

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Zeitungsinterview (PDF)
Zeitungsinterview (JPG)

Am 18. Mai wird in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung ein Interview mit Pfarrer Eggers veröffentlicht. Außerdem schaltet Pfarrer Eggers seinen Blog “Licht ins Dunkel bringen” frei.

Interview M. Eggers (PDF)
Blog „Licht ins Dunkel bringen“ (ext. Link)

29. April 2024 - Antwort von Bischof Wilmer

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Bischof Wilmer antwortet Pfarrer Eggers schriftlich, dass er nicht erkennen könne, dass er von den Vorwürfen gegen den Weihbischof abrücke. Er fordere ihn noch einmal auf, klarzustellen, dass er sich auf unbewiesene Behauptungen und vermutete Zusammenhänge stütze.

Auch auf dieses Schreiben gibt Pfarrer Eggers keine Antwort, die den Bischof zufrieden stellt. Deshalb lädt Bischof Wilmer Pfarrer Eggers schließlich noch vor dem 18. Mai zum Gespräch am 23. Mai ein.

5. April 2024 - Antwort von Pfarrer Eggers

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Pfarrer Eggers hält in einem Antwortbrief an den Bischof noch einmal an der Kritik an Weihbischof Bongartz fest. Ausdrücklich stellt er aber klar, dass er ihm nie vorgeworfen habe, selbst Missbrauchstäter zu sein. Auch würdigt Pfarrer Eggers, dass tatsächlich in der Zeit zwischen 2010 und 2017 niemand im Bistum so viel zum Thema Aufarbeitung geleistet habe wie Weihbischof Bongartz.
13. März 2024 - Pfarrer Eggers wird zum Gespräch bei Bischof Wilmer vorgeladen

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Pfarrer Eggers ist zum Gespräch bei Bischof Wilmer vorgeladen, zu dem ihn Nicole Sacha von der Unabhängigen Aufarbeitungskommission Nord begleitet. Bischof Wilmer wirft Pfarrer Eggers insbesondere vor, er habe der Reputation des Weihbischofs geschadet. Er solle nun einen Heilungsplan erstellen, der das Ansehen des Weihbischofs wieder herstellt.

6. März 2024 - Gemeinsames Treffen von Dekanatspastoralrat und Dies

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Zur Vorbereitung der geplanten Visitation des Dekanates Braunschweigs im August/ September dieses Jahres durch Weihbischof Bongartz fand ein gemeinsames Treffen von Dies und Dekanatspastoralrat statt. Alle 10 Pfarreien des Dekanates hatten hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeitende zu diesem Treffen entsandt. Aus unserer Pfarrei nahmen Pfarrer Matthias Eggers, Christiane Kreiß, Angelika Heldt und Dietlinde Schulze teil.

Zunächst erläuterte Weihbischof Bongartz, welche Ziele er mit der Visitation verfolge. Darauf sollten die Pfarreien antworten. Pfarrer Eggers erklärte, dass Weihbischof Bongartz zwar zur Visitation in der Pfarrei St. Petrus willkommen sei, nicht aber zu der Firmung, die in der Regel von dem vorgenommen werde, der zuvor die Visitation durchgeführt hat. Er wolle nicht, dass Jugendlichen aus unserer Pfarrei von ihm die Hand aufgelegt bekämen. Grund dafür sei, dass der Weihbischof nicht die Verantwortung übernommen habe, die er als Personalchef zur Zeit der Einsetzung des Ruhestandsgeistlichen Merettig in unserer Pfarrei tragen müsse.

Diese Haltung gegenüber Weihbischof Bongartz war im Bischofshaus bekannt. Deshalb wurden bereits in den vergangenen beiden Jahren die Firmung von anderen Geistlichen vorgenommen. Neu war, dass die Position in einer größeren Öffentlichkeit im Beisein von Weihbischof Bongartz vorgetragen wurde.

17. April 2023 - Antwort von Generalvikar Wilk

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7. Februar 2023 - Antwort des Pfarreirates auf die schriftliche Beantwortung der 12 Fragen durch Generalvikar Wilk

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4. Oktober 2022 - Antworten, die Generalvikar Martin Wilk auf 12 Fragen des Pfarreirates gegeben hat

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Antworten von Generalvikar Wilk auf 12 Fragen des Pfarreirates

Am 4. Oktober hat er den Pfarreirat besucht, um mit ihm über den Stand der Aufklärung im Fall Georg Merettig zu sprechen. Ein Protokoll dieser Sitzung war von Seiten des Generalvikars nicht gewünscht. Er hat sich aber bereit erklärt, die dem Gespräch zugrundeliegenden 12 Fragen schriftlich zu beantworten.

29. Juni 2022 - Die Ergebnisse der Studie „Wissen teilen“ werden Gemeindemitgliedern in einem Vortrag vorgestellt

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18. März 2022 - Dankesmail eines Betroffenen

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28. Februar 2022 - Antwort von Bischof Wilmer

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14. Februar 2022 - Brief vom Pfarreirat an den Bischof

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1. Februar 2022 - Pressebericht aus der Wolfenbütteler Zeitung von Stephanie Memmert

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29. Januar 2022 - Pressebericht aus der Wolfenbütteler Zeitung von Stephanie Memmert

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28. Januar 2022 - Pressebericht aus der Wolfenbütteler Zeitung von Stephanie Memmert

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28. September 2021 - Antwort von Bischof Wilmer

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16. September 2021 - Brief vom Pfarreirat an den Bischof

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16. August 2021 - Antwort von Bischof Wilmer

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2. August 2021 - Brief vom Pfarreirat an den Bischof und den Generalvikar

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2. August 2021 - 12 Fragen vom Pfarreirat St. Petrus

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17. Juni 2021 - Untersuchungsbericht von Richter a. D. Wolfgang Rosenbusch

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17. Juni 2021 - Presseerklärung des Bistums zum Fall Merettig

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14. Mai 2021 - Antwort von Generalvikar Wilk

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6. Mai 2021 - Brief vom Pfarreirat an den Bischof und den Generalvikar

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5. Februar 2021 - Reaktion eines Betroffenen

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“Guten Tag Herr Pfarrer Eggers,

mit Interesse habe ich die Pressemitteilungen über den Pfarrer Georg M. gelesen. Nun leider sind dabei auch bei mir Erinnerungen zum Vorschein gekommen, die ich verdrängt, vergessen hatte. Ich möchte Ihnen mitteilen, dass Ihr Fall in Wolfenbüttel nicht der Einzige war. Auch ich habe ähnliche Erfahrungen Mitte der Achtziger bis Anfang der Neunziger durch diesen Pfarrer erlebt. Eigentlich möchte ich nur, dass Sie das Ihrem Opferfall mitteilen, dass er nicht allein ist, dass es auch andere Betroffene gibt. Vielleicht hilft es ihm? Ich für meinen Teil habe mich an den Beraterstab im Bistum Hildesheim gewendet und konnte dort schon einiges loswerden. Auch die Betroffeneninitiative des Bistums habe ich angeschrieben.

Ein weiteres persönliches Anliegen von mir ist es Ihnen erst einmal “DANKE” zu sagen, dass Sie diese Woge angeschoben haben und sich in der Sache so einsetzen.”

30. Januar 2021 - Presseberichte aus der Wolfenbütteler Zeitung von Stephanie Memmert

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*Alle Artikel (C) WZ 30.01.21 – S. Memmert

 

 

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26. Januar 2021 - Reaktion eines ersten weiteren Zeugen

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Noch am Abend der Veröffentlichung schreibt ein Zeuge eine E-Mail an die Pfarreileitung.

Er berichtet aus der Zeit Mitte der 70er Jahre. Sie seien als Kinder häufig mit Georg M. nach Wolfsburg ins Badeland gefahren und regelmäßig in die damals offene Sauna gegangen. Auch hätten die Kinder häufig am Abend im Gemeindezentrum Filme geschaut. Da sei es immer wieder vorgekommen, dass Georg M. die Hand eines Kindes auf seinen erigierten Penis genommen habe. Unbekleidet sei er dabei nie gewesen.

26. Januar 2021 - Presseberichte aus der Wolfenbütteler Zeitung von Stephanie Memmert

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25. Januar 2021 - Pressemitteilung des Bistums: Bistum setzt Arbeitsgruppe ein, um Hinweisen auf sexualisierte Gewalt nachzugehen

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Nachforschungen betreffen den verstorbenen Geistlichen Georg M.

Das Bistum Hildesheim geht Hinweisen auf sexualisierte Gewalt durch einen mittlerweile verstorbenen Geistlichen nach. Dafür hat die Diözese den Vorsitzenden Richter am Landgericht a. D. Wolfgang Rosenbusch beauftragt, gemeinsam mit weiteren Fachleuten in den Pfarrgemeinden, in denen der Priester Georg M. tätig gewesen ist, Nachforschungen zu betreiben und die vorliegenden Hinweise zu überprüfen.

Anlass für die Bildung der Arbeitsgruppe sind Angaben von Zeitzeugen, die der Pfarrer der Pfarrei St. Petrus in Wolfenbüttel, Matthias Eggers, erhalten hat. Demnach soll der Ruhestandsgeistliche im Jahr 2015 sexualisierte Gewalt gegen einen Jungen ausgeübt haben. Ebenso gibt es Anzeichen dafür, dass der im Jahr 2019 verstorbene Priester eine pädosexuelle Veranlagung hatte.

Die Arbeitsgruppe wird die gesamte Priesterlaufbahn von Georg M. untersuchen. Der Geistliche war nach seiner Weihe zum Priester im Jahr 1969 als Kaplan in den Pfarrgemeinden bzw. Kirchorten in Bad Gandersheim (St. Maria Himmelfahrt), Groß Ilsede (St. Bernward), Salzgitter-Gebhardshagen (St. Gabriel) und Uelzen (Zum göttlichen Erlöser) tätig.

Ebenso im Blick sind Ronnenberg (St. Thomas Morus), Lehre (St. Martin), Salzgitter (Christ König) und Cuxhaven (St. Marien), wo der Beschuldigte als Pastor oder Pfarrer gearbeitet hat, ehe er 2005 in den Ruhestand versetzt wurde. Als Ruhestandsgeistlicher war Georg M. ab 2009 in Wolfenbüttel (St. Petrus) eingesetzt.

Die Rechercheergebnisse werden durch das Bistum Hildesheim veröffentlicht und außerdem der Gruppe externer Fachleute um Obfrau Antje Niewisch-Lennartz zur Verfügung gestellt, die seit April 2019 tätig ist, um sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch während der Amtszeit des verstorbenen Hildesheimer Bischofs Heinrich Maria Janssen von 1957 bis 1982 aufzuarbeiten.

„Die Recherche wird sicher nicht einfach, weil sie die mehr als 40-jährige Priesterlaufbahn des beschuldigten Geistlichen betrifft. Aber es ist absolut notwendig, um Licht ins Dunkel zu bringen. Ich möchte mögliche Betroffene ausdrücklich ermutigen, sich an unsere kompetenten und unabhängigen Ansprechpersonen zu wenden“, sagt der Hildesheimer Generalvikar Martin Wilk.

Für Betroffene von sexualisierter Gewalt gibt es im Bistum Hildesheim professionelle Ansprechpersonen, die von der Kirche unabhängig sind. Die Kontaktdaten dieser vier Fachleute sind unter dem folgenden Link zu finden: www.bistum-hildesheim.de/missbrauch. Der Beraterstab in Fragen sexualisierter Gewalt ist telefonisch (05121 1748266) und per E-Mail erreichbar (beraterstab@bistum-hildesheim.de). Zeitzeugen, die Hinweise an Wolfgang Rosenbusch geben möchten, können dazu folgende Mobilfunknummer nutzen: (0151) 66058051.

Die Pfarrer der Pfarrgemeinden, in denen Georg M. tätig gewesen ist, sind über die bisher bekannten Hinweise informiert worden. Die Pfarreien werden bei Bedarf durch Fachleute des Bistums unterstützt, die in der Krisenintervention und in der Begleitung irritierter Systeme geschult sind.

Dies könnte etwa dann notwendig werden, falls im Zuge der Aufklärungsbemühungen durch die beauftragte Arbeitsgruppe weitere Hinweise oder Verdachtsfälle bekannt werden, die im Zusammenhang mit den pastoralen Tätigkeiten von Georg M. in den jeweiligen Pfarreien stehen.

25. Januar 2021 - Pressemitteilung an die örtliche Presse

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Die örtliche Presse (Wolfenbütteler Zeitung, RegionalHeute.de, Schaufenster) wird durch die Pfarreileitung informiert.
19. Januar 2021 - Versenden eines Briefes an Pfarreimitglieder und Veröffentlichung im 3. Sonderpfarrbrief 2021

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In einem Brief werden alle Gremienmitglieder und Pfarreimitglieder, die in einem näheren Kontakt zu Georg Merettig standen, informiert (s. o.). Ebenso wird dieser Brief im 3. Sonderpfarrbrief 2021 abgedruckt.

Dieser Brief enthält eine Liste mit Ansprechpartnern, die mit den möglicherweise konkret entstehenden Fragen verbunden werden.

1. Dez. 2020 und 12. Jan. 2021 - Zwei Sitzungen des Pfarreirates zu Georg Merettig

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Der Pfarreirat wird durch die Pfarreileitung informiert. Es wird gemeinsam der weitere Weg der Veröffentlichung beraten und beschlossen.
Okt. bis Dez. 2020 - Benachrichtigung unabhängiger Stellen und des Generalvikariats, Sichtung der Personalakte und Beratung durch Experten

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Nach Erhalt dieser Information hat die Leitung der Pfarrei, Pfarrer Matthias Eggers und Frau Christiane Kreiß (Fachleitung Recht und Koordination), unmittelbar zu Frau Niewisch-Lennartz Kontakt aufgenommen. Frau Niewisch-Lennartz ist die ehemalige Justizministerin des Landes Niedersachen. Als Leiterin der unabhängigen Expertengruppe „Wissen-Teilen“ ist sie vom Bistum beauftragt, Fälle von Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt aufzuarbeiten.

Gleichzeitig wurde der bischöfliche Beraterstab in Fragen sexualisierter Gewalt informiert und auch der Generalvikar des Bistums Hildesheim.

Ebenso wurde die Personalakte Georg Merettigs gesichtet. Daraus ergeben sich zwar keine expliziten Hinweise auf eine bestehende pädosexuelle Veranlagung. Dennoch gibt es Anzeichen dafür, dass es diesbezüglich Vorfälle gab.

Frau Niewisch-Lennartz führt ein weiteres Gespräch mit dem Zeugen.

In mehreren Sitzungen hat die Pfarreileitung mit Vertretern des Bistums das weitere Vorgehen besprochen und hat sich durch die Beratergruppe „Irritierte Systeme“ beraten lassen.

15. Oktober 2020 - Erste Information an Pfarrer Eggers

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Durch eine Zeugenaussage erfährt Pfarrer Eggers zum ersten Mal, dass Georg Meerettig pädosexuell veranlagt sein soll und dass er sich bei einem Hoppe-Reiter-Spiel selbst befriedigt haben soll.

Addressen

Kath. Pfarrei St. Petrus
Harztorwall 2
38300 Wolfenbüttel

Telefon: 05331/920310
E-Mail: petrus@kath-kirche-wolfenbuettel.de

 

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