Grußwort
Liebe Leserinnen und Leser,
diesmal liegt ein einzelnes Ahornblatt auf einem Autodach. Ein ganz alltäglicher Anblick im Herbst. Das Blatt hat seine Zeit gehabt. Es hat im Frühling ausgetrieben, den Sommer über Sonne und Regen aufgenommen und Schatten gespendet. Jetzt leuchtet es noch einmal in warmem Gelb, aber man sieht ihm auch an, was es erlebt hat: braune Ränder, Flecken, kleine Risse. Es ist vom Baum gefallen. Vielleicht ist es der Baum, der sich in dem gläzenden Blau des Autodaches spiegelt.
Der November lädt uns ein, an unsere Verstorbenen zu denken. Wir besuchen ihre Gräber und zünden Lichter an.
Auch ihr Leben hatte seine Jahreszeiten, seine Farben und seine Risse. Wir vermissen sie. Und doch glauben wir als Christen: Sie sind nicht verloren. Sie sind bei Gott geborgen.
Der Herbst zeigt uns die Vergänglichkeit. Aber er zeigt auch: Der Baum lebt weiter, und unter der Erde bereitet sich schon der neue Frühling vor. Diese Hoffnung möchten wir in diesen Wochen miteinander teilen, bei den Gräbersegnungen, in unseren Gottesdiensten und im Gebet füreinander.
Möge Gott Sie und Ihre Lieben mit seinem Segen begleiten!
Ihre Christiane Kreiß und Pfarrer Matthias Eggers