Pfarreisynode am 19. März 2022

Am Samstag, 19. März, fand am Vormittag in der St. Ansgar-Kirche die 3. Pfarreisynode statt. Knapp 30 Personen waren gekommen, Gremienmitglieder, Vertreter von Gruppen und einzelne interessierte Gemeindemitglieder. Einige angemeldete Personen mussten zum Teil coronabedingt leider absagen.

Nach einem Rückblick der Pfarreiratssprecherin Angelika Heldt über die Zeit nach der letzten Synode, die am 12. Juni des vergangenen Jahres stattgefunden hatte, startete die neue Synode mit dem Thema „Kultur der Achtsamkeit“. Sie beinhaltet, dass wir einander mit Respekt, Wertschätzung und Vertrauen begegnen. In der Synode sollte es nun darum gehen, die Umsetzung dieser Kultur in den verschiedenen Bereichen zu hinterfragen.

Zunächst stellte Christiane Kreiß das institutionelle Schutzkonzept der Pfarrei St. Petrus vor, was allen Synodenteilnehmern ausgeteilt worden war. Jede katholische Einrichtung ist verpflichtet, ein solches Schutzkonzept zu erstellen. Es soll helfen, Kinder, Jugendliche und schutzbefohlene Erwachsene vor jeder Form von Übergriffen, Missbrauch und Gewalt zu schützen. Hierbei bedarf es einer klaren Grundhaltung jedes Einzelnen, so dass eine „Kultur der Achtsamkeit“ aufgebaut werden kann. Ziel des Institutionellen Schutzkonzeptes ist die Etablierung der „Kultur der Achtsamkeit“ im Alltag der Pfarrei im Sinne eines umfassenden Schutzes für Kinder, Jugendliche und schutzbefohlene Erwachsene. Die Prävention wird so zum wichtigen Bestandteil der Kinder- und Jugendarbeit und ist bei allen Maßnahmen und Angeboten der Pfarrei mitzudenken.

Im institutionellen Schutzkonzept der Pfarrei St. Petrus werden zunächst die Räume beschrieben, in denen ein besonderes Risiko für Kinder, Jugendliche und schutzbefohlene Erwachsene besteht. Dann befasst sich ein Teil des Konzeptes mit der Frage, welche Eignung Personen mitbringen müssen, die in unserer Pfarrei Verantwortung in diesen Bereichen übernehmen. Diese müssen vor allem durch Fortbildungen für die Kultur der Achtsamkeit sensibilisiert werden. Auch enthält das Schutzkonzept die Beratungs- und Beschwerdewege und Verfahrensregeln, wie die Einhaltung des Schutzkonzeptes gewährleistet werden kann.

Nach der Vorstellung des Schutzkonzeptes teilten sich die Teilnehmer in drei Gruppen auf. Die erste Gruppe befasste sich mit der Kultur der Achtsamkeit im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Die zweite befasste sich mit der Kultur der Achtsamkeit innerhalb unserer Pfarrei und gegenüber dem Nächsten, und schließlich befasste sich die dritte Gruppe mit der Kultur der Achtsamkeit im Bereich der Amtskirche. Im anschließenden Plenum wurden die Ergebnisse kurz vorgestellt, wobei es viele Übereinstimmungen gab.

Schließlich stimmte die Synode einstimmig dem vorgelegten institutinellen Schutzkonzept der Pfarrei zu. Dies war ein weiterer wichtiger Schritt, die Kultur der Achtsamkeit in unserer Pfarrei zu etablieren.