Donnerstag, 30 März 2017

Petrus-Seite 1

Ab 1970

Infolge des Zuzuges von katholischen Christen aus dem europäischen Ausland hatte Anfang der 70er Jahre mit 5600 Katholiken die Gemeindemitgliederzahl ihren Höhepunkt überschritten. Als notwendig erwies sich deshalb die Einrichtung der Kuratiegemeinde St. Ansgar im Jahre 1973 im Nordosten Wolfenbüttels. Von der Petruspfarrei, welche auch die umliegenden Dörfer an die Kuratie abgetreten hatte, mussten im Jahre 1974 noch 4950 Katholiken pastoriert werden. Im selben Jahr war es zu kommunalpolitischen Veränderungen gekommen, als im Zuge der Kreis- und Gebietsreform in Niedersachsen zehn der umliegenden Landgemeinden in die Stadt eingemeindet wurden, die sich jetzt auf 87 qkm ausdehnte. Sozial prägend im Pfarrbereich von St. Petrus blieben weiterhin die Industriearbeiter. Ihnen schlossen sich die Angestellten der städtischen und Kreisbehörden der Stadt an. Wenige von ihnen hatten im wissenschaftlichen Bereich der Herzog August Bibliothek oder im Schloss Wolfenbüttel Beschäftigung erhalten. Die Stadt Wolfenbüttel hatte sich hauptsächlich in kunsthistorisch und wissenschaftlich anspruchsvollem Rahmen zur Wohnstadt der Industriearbeiter des Salzgittergebietes entwickelt.

Seit den 80er Jahren wurden zahlreiche Asylantenfamilien im Pfarrbezirk der Pfarrei aufgenommen. Auch der hohe prozentuale Anteil von Suchtkranken infolge von Arbeitslosigkeit, trug zur sozialen Armut bei; das caritative Betreuungssystem wurde in der Pfarrei erweitert. Während die Anzahl der Katholiken mit über 4 800 seit Anfang der 90er Jahre konstant war, fiel die Gemeindegröße 1994 auf 4715; die Überalterung der Gemeindemitglieder und der Fortzug von Katholiken auf dem Hintergrund von Arbeitslosigkeit waren dafür mögliche Ursachen. Neben der Hauptpfarrkirche St. Petrus werden gegenwärtig noch in der Kapelle der Strafvollzugsanstalt und in den Räumen dreier Altenheime und des Städtischen Krankenhauses Hl. Messen oder andere Gottesdienste gefeiert.

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