Mittwoch, 26 April 2017

Peter&Paul-Seite 1

St. Peter & Paul - Innenansicht  

Ab 1939

Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) verschob sich die Anzahl der Gläubigen in Heiningen zunächst zugunsten beider Konfessionen; im Jahre 1946 lebten etwa 800 Katholiken und ca. 1 500 evangelische Christen im Ort. Im Bereich der katholischen Pfarrei stellten die Heimatvertriebenen aus Schlesien Oberschlesien, aus Ostpreußen und dem Sudetenland mehr als die Hälfte der Gemeindemitglieder. Der Pfarrgeistliche bot nicht nur in der St. Peter und Paulkirche vor Ort, sondern auch in der Kapelle in Altenrode Gottesdienst an; der Kapellengottesdienst wird auch heute noch an Werktagen gefeiert. Bei den heimatvertriebenen Katholiken handelte es sich hauptsächlich um landwirtschaftliche Arbeitskräfte, die in Heiningen auf Beschäftigung hofften. Da das Arbeitsplatzangebot auf dem Gut und auf den Bauernhöfen des Dorfes jedoch bei weitem nicht ausreichend war, wanderten viele der Katholiken in den nächsten Jahren in die Industriezentren des Westens ab; von 1948 bis 1958 sank daher die Gemeindegröße der Heininger Pfarrei von 1.010 auf 560.

 

Ab 1970

Die Tendenz sinkender Katholikenzahlen setzte sich bis Anfang der 70er Jahre in Heiningen fort; 1970 war die Gemeindegröße auf 380 geschrumpft. Die Zonengrenzlage des Untereichsfeldes hatte nach dem Bau der innerdeutschen Grenze im Jahre 1961 auch auf Heiningen Einfluß genommen, das, wie seine Nachbardörfer, in die in östlicher Richtung verlaufende infrastrukturelle Isolation geraten war. Die historische Orientierung des Dorfes auf Braunschweig und auf das industrielose Goslar kam erschwerend hinzu.

Zu kommunalpolitischen Neuerungen kam es 1973-1974 im Zuge der Kreis und Gebietsreform in Niedersachsen, als man Heiningen der Samtgemeinde Oderwald zuwies; letztere wurde dem Landkreis Wolfenbüttel eingegliedert. Auf die Gemeindegröße der katholischen Pfarrgemeinde hatte die kommunale Neuordnung insofern Auswirkungen, als vorübergehend hier die Anzahl der Katholiken von 1972 bis 1974 von 380 auf 400 stieg. Die Tendenz steigender Katholikenzahlen setzte sich jedoch langfristig nicht durch, so daß im Jahre 1984 nach 366 Katholiken im Seelsorgesprengel wohnten, obwohl die infrastrukturelle Anbindung der Gemeinde Heiningen z. B. in Richtung Salzgitter und Wolfsburg ausgebaut worden war. Die Ursachen dafür lagen damals in der Überalterung der Gemeindemitglieder; der Zuzug junger Familien blieb aus.

 

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