Montag, 21 August 2017

Peter&Paul-Seite 1

St. Peter & Paul - Eingang

1400

Trotz des reichen Grundvermögens der Augustinerinnen war das Kloster im hohen Mittelalter verarmt. Im Jahre 1451 hatte es der Päpstliche Legat Kardinal Nikolaus von Cusa visitiert. Der Prior Berthold des Sülteklosters in Hildesheim erhielt daraufhin die Verwaltung und führte in Heiningen auch die Windesheimer Reformen durch. Danach kam das Kloster wieder zu Wohlstand; es konnte etwa 100 Ordensfrauen aufnehmen.

 

1500

Die herrschaftlichen Neuordnungen des 16. Jahrhunderts wirkten sich auf das kirchliche Leben in Kloster und Gemeinde Heiningen insofern aus, als das Amt Liebenburg, zu dem beide gehörten, infolge der Hildesheimer Stiftsfehde (1519-1523) an das Fürstentum Braunschweig fiel. Während hier die katholischen Religionsverhältnisse unter der Regierung von Herzog Heinrich dem Jüngeren (1514-1568) noch gesichert waren, ließ sein Sohn und Nachfolger Herzog Julius (1568-1589) die Reformation im Fürstentum Braunschweig einführen. Die Ordensfrauen in Heiningen wurden 1569 gezwungen, das lutherisch evangelische Bekenntnis anzunehmen; die Verwaltung des Klosters wurde im herzoglichen Auftrag evangelischen Administratoren und Pröpsten übertragen.