Sonntag, 20 August 2017

Joseph-Seite 1

1970 - 1990

Von der kommunalen Neuordnung in Niedersachsen wurde Schöppenstedt insofern betroffen, als man 1974 die Gemeinden Dahlum, Kneitlingen, Uehrde, Vahlberg und Winnigstedt mit ihren Ortsteilen und die Stadt Schöppenstedt zur Samtgemeinde Schöppenstedt zusammenfaßte. Im Bereich der kirchlichen Ordnung im Elm-Asse-Raum kam es 1982 zu Umstrukturierungen. Denn am 1. Juli 1982 wurde die Kirchengemeinde St. Joseph in Schöppenstedt zur Pfarrei erhoben und ihr die Pfarrvikarie in Groß Vahlberg eingegliedert. Neben Kommunen aus der Samtgemeinde Schöppenstedt wurden der Pfarrei noch Gemeinden aus den Samtgemeinden Asse und Sickte angeschlossen. Um die Seelsorge in diesem räumlich weit gefaßten Gebiet sicherzustellen, wo im Jahre 1983 1454 Katholiken betreut wurden, feierte man die heilige Messe außer in Schöppenstedt und Groß Vahlberg von 1982 bis 1985 auch in der Dettumer Schule. Vor kurzem ist die Filialkirche in Groß Vahlberg als Gottesdienststation aufgegeben worden.

Ab 1990

Die Samtgemeinde Schöppenstedt wird gegenwärtig noch durch Landwirtschaft geprägt. Industrieunternehmungen (Chemische Fabrik, Anlagen- und Gerätebau, Werkzeugbau, Aluminium- und Eisengießerei, Kunststoffartikelfertigung usw.) finden sich ausschließlich in der Stadt Schöppenstedt. Die wirtschaftliche Ausrichtung der Samtgemeinde auf das Stadtzentrum erschwerte die Wirtschaftslage deutlich; im Zuge konjunktureller Einbrüche lag die Arbeitslosenquote hoch. Die Förderung des Fremdenverkehrs im Bereich des Naturparks Elm konnte hier keinen Ausgleich schaffen. Unter dem Einfluß konjunktureller Schwankungen im Wirtschaftsbereich, aber auch durch Kirchenaustritte und Überalterung der Gemeindemitglieder bedingt, sank von 1990 bis 1995 die Katholikenzahl in der Pfarrei St. Joseph von 1513 auf 1349.