Samstag, 21 Oktober 2017

Ansgar-Seite 1

Ab 1970

Madonna in St. Ansgar

Im Jahre 1971 wurde der Bau des Pfarrzentrums begonnen, der 1973 mit der Konsekration des Gotteshauses abgeschlossen werden konnte. Als Patron erhielt die Kirche den heiligen Ansgar, als Nebenpatronin die heilige Hedwig, die Schutzheilige Schlesiens. Im Jahre der Fertigstellung der Kirche erhielt die Pfarrvikarie Eigenständigkeit. Ihrem Seelsorgesprengel wurden der nordöstliche Teil Wolfenbüttels und die östlich der Stadt liegenden Landgemeinden eingegliedert. Einige von ihnen, wie Ahlum und Atzum, wurden schon ein Jahr später im Zuge der Kreis- und Gebietsreform in Niedersachsen nach Wolfenbüttel eingemeindet oder anderen Samt- und Einheitsgemeinden angeschlossen. Im Jahre 1976 wurde die Kuratie St. Ansgar zur Pfarrei erhoben.

Der Konsolidierungsprozess der Gemeindepastoral war damals schon abgeschlossen; Madonna in St. Ansgarzahlreiche katholische Vereinigungen hatten sich gegründet, die caritative Aufgaben übernahmen. Die ehemalige Juliusstadt hatte sich zwischenzeitlich zum Wohnstadtteil Wolfenbüttels entwickelt, welcher durch die Jägermeisterstraße vom Innenstadtbereich getrennt liegt.

Während die Pfarrvikarie im Jahre 1964 etwa 2000 Katholiken gezählt hatte, waren es im Jahre ihrer Erhebung zur Kirchengemeinde schon 2548. Der Trend einer sinkenden Tendenz machte sich erst im Jahre 1976 bemerkbar, als die Kuratiegemeinde Pfarrei wurde. Ursachen dafür lagen im konjunkturellen Einbruch der Wirtschaft, der in der Bundesrepublik mit der Ölkrise seinen Anfang nahm. Erst mit Beginn der 80er Jahre kam es im Bereich der Wirtschaft Salzgitters zu einer Phase der konjunkturellen Beruhigung, die sich in soweit auf die katholische Pfarrgemeinde St. Ansgar auswirkte, als wieder steigende Katholikenzahlen verzeichnet werden konnten.