Samstag, 21 Oktober 2017

Ansgar-Seite 1

1950 - 1970

Taufbecken St. Ansgar

In der Pfarrei St. Petrus, die seelsorglich verantwortlich war, hatte sich die Anzahl der Katholiken durch den Zuzug der Heimatvertriebenen deutlich erhöht; im Jahre 1956 wurden etwa 8300 katholische Christen pastoriert. Da sich in der ehemaligen Juliusstadt die Entwicklung einer katholischen Gemeinde in der Nachkriegszeit deutlich abzeichnete, wurde im Jahre 1955 von der Pfarrei St. Petrus am Fichtendamm ein Grundstück für den Bau eines zweiten katholischen Gotteshauses in Wolfenbüttel erworben. Kreuz St. AnsgarAls Pfarrvikarie konnte die Seelsorgestelle 1964 eingerichtet werden; der Priester wohnte in einer Einliegerwohnung am Tannenweg 1. Der Seelsorgesprengel der Pfarrvikarie umfasste das nordöstliche Gebiet Wolfenbüttels mit den Landgemeinden Salzdahlum, Atzum, Apelnstedt, Ahlum, Wendessen, Groß und Klein Denkte. Sottmar und Wittmar. Die Katholiken, die hier wohnten, waren hauptsächlich Heimatvertriebene, die im Industriebereich Salzgitter Beschäftigung gefunden hatten. Die Hl. Messe im Nordosten der Stadt wurde zunächst in der Schule am Geitelplatz gefeiert, später wurden die Werktagsgottesdienste im Pfarrhaus in der Elbinger Straße gehalten.

Als erstes Bauprojekt in katholischer Trägerschaft konnte 1966 die Caritas-Kindertagesstätte an der Waldenburger Straße fertiggestellt werden. Ihre Einrichtung war besonders im Hinblick auf die berufstätigen Mütter notwendig gewesen. Sie und die katholischen Frauen spanischer Nationalität arbeiteten in der Salzgitter-Industrie. Schon 1965 war das Baugrundstück Fichtendamm mit einem Baugrund an der Waldenburger Straße mit der Stadt Wolfenbüttel getauscht worden, das für die Errichtung einer katholischen Kirche geeigneter erschien. Unmittelbar nach dem Grundstücktausch erteilte das Bischöfliche Generalvikariat in Hildesheim die Erlaubnis zur Errichtung des Pfarrzentrums St. Ansgar. Bischof Heinrich Maria Janssen (1957-1982) und das Bonifatiuswerk förderten das Bauprojekt.