Dienstag, 12 Dezember 2017

Kolping

 

Ausdrücklich bekennt sich das Kolpingwerk zu seinem Gründer, der als „Gesellenvater" in die Geschichte eingegangen ist. Am 8.12.1813 in Kerpen geboren, erlernte Kolping zunächst das Schuhmacherhandwerk, ehe er Priester wurde. Als Kaplan in Elberfeld fand er in dem Katholischen Gesellenverein seine Lebensaufgabe; der Ausbreitung dieses Werkes widmete er sich von 1849 bis zu seinem Tode am 4.12.1865 als Domvikar und Rektor der Minoritenkirche in Köln. Er wurde am 27.10.1991 seliggesprochen. Im katholischen Gesellenverein sollten jungen Menschen - vor allem Handwerksgesellen - Anregung und Hilfe erfahren für ihre persönliche Lebensgestaltung. Kolping ging es darum, sie durch ein breites Angebot in der Bildungsarbeit und im geselligen Bereich zu tüchtigen Christen zu erziehen, die aus christlicher Verantwortung heraus ihr Leben in Familie, Beruf und Gesellschaft gestalten konnten, im verantwortlichen Wirken für sich und andere. Schon zu Lebzeiten Kolpings breitete sich der Verband über viele Länder aus.

In seinem Engagement hat Adolph Kolping sein Christsein beispielhaft verwirklicht. Nie hat er von anderen etwas gefordert, was er nicht selbst zu tun bereit und in der Lage gewesen wäre. Gerade dieses Zeugnis ist für das Kolpingwerk bis heute Anlass, Kolping als zeitlos aktuelles Vorbild zu sehen.

Über sein Wirken im Katholischen Gesellenverein hinaus hat sich Adolph Kolping als Journalist und Volksschriftsteller einen Namen gemacht. Sein ganzes Schaffen war von der Zielvorstellung geprägt, durch das engagierte Handeln tüchtiger Christen in dieser Welt und für diese Welt an der Verbesserung der sozialen Verhältnisse mitzuwirken. Sozialer Wandel durch Veränderung des Menschen - in dieser Formel kann man Kolpings Wollen und Handeln zusammenfassen.

Das Kolpingwerk hat sich bis heute immer wieder gewandelt und weiterentwickelt, in seinen Strukturen und in seinem Wirken hat es sich den Erfordernissen der Zeit immer neu gestellt. Bei allem Wandel sind freilich die grundlegenden Elemente des Kolpingschen Wollens und Handelns nicht aufgegeben worden, sie sind und bleiben Maßstab in Gegenwart und Zukunft.