Mittwoch, 28 Juni 2017

Ehrenamtliche in der Taufkatechese

 

EHRENAMTLICHE IN DER TAUFVORBEREITUNG

Informationen für Ehrenamtliche aus der Pfarrei St. Petrus, die sich für ein Freiwilligen-Amt in der „Taufvorbereitung“ interessieren.

  

LEISTUNGEN

Die Pfarrei St. Petrus kümmert sich um die Ausbildung der Leitung für Elternabenden, die den Eltern eines Täuflings vor der Feier der Taufe angeboten werden.

Die Pfarrei übernimmt alle Auslagen, die durch die Vorbereitung der beiden Elternabende entstehen. Bei Bedarf ermöglicht die Gemeinde eine zusätzliche Fortbildung im Bistum Hildesheim zu dem Thema „Taufe“. Für die Durchführung der Elternabende stehen die benötigten Materialien und die Räumlichkeiten im Roncallihaus / Wolfenbüttel zur Verfügung.

 

ZEITAUFWAND

Für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eines Elternabends werden ca. 3 ½ Stunden benötigt. Vor der Feier der Taufe sind für die Eltern, die in dem jeweiligen Monat ihr Kind taufen lassen wollen, jeweils zwei Elternabende angesetzt. Es liegt in der Entscheidung des Ehrenamtlichen, ob er/sie an der Feier der Taufe, die am Monatsende an einem Samstag- oder Sonntagnachmittag stattfinden wird, teilnehmen will. Die Feier selbst dauert etwa eine ¾ Stunde.

 

PERSONALEINSATZ

Für die Durchführung der Elternabende bilden sich pro Monat  2er-Teams, die die Elternabende gemeinsam vorbereiten, sich die Leitung für den Abend aufteilen und den Elternabend gemeinsam nachbereiten. Zwei Mal im Jahr treffen sich alle MitarbeiterInnen der Taufvorbereitung, um den Plan für das nächste Halbjahr zu erstellen und um andere Themen in der Taufvorbereitung anzusprechen und zu klären.

Das Team wird bis Ende 2012 von Hauptamtlichen geleitet (Gemeindereferent / Pastor). Ende 2012 soll die Leitung von Ehrenamtlichen aus der Pfarrei übernommen werden. Die Leiter des Teams werden auch weiterhin von Hauptamtlichen begleitet und sie haben Kontakt zum Pfarrbüro St. Petrus.

 

SITUATION

Taufvorbereitung in St. Petrus, St. Ansgar, Peter und Paul, Hl. Kreuz und St. Joseph ( um alle Kirchorte der Pfarrei St. Petrus einmal zu nennen) sah bislang - wie in vielen anderen Pfarreien wahrscheinlich auch - so aus, dass die Eltern, die ihr Kind im Pfarrbüro zur Taufe angemeldet hatten, einen „Taufbesuch“ vom Pfarrer bekamen. Bei diesem Besuch wurde über die neue Familiensituation gesprochen, welche Veränderung die Geburt des Kindes in den Familienalltag gebracht hat, welche Bedeutung der Empfang des Taufsakramentes für die Familie hat, welche Zeichen in der Taufe vorkommen, was sie aussagen wollen und schließlich wurde der konkrete Ablauf der Tauffeier besprochen. Die Feier wurde dann meistens an einem Sonntag im Anschluss an die Heilige Messe angesetzt. Anwesend dabei waren in der Regel der Taufende (Pfarrer / Diakon) und die Tauffamilie mit ihren Angehörigen. 

Problematisch wurde diese Praxis, als mehrere Kirchorte zu einer großen Pfarrei fusioniert und gleichzeitig die Stellen der Hauptamtlichen im Bistum Hildesheim reduziert wurden. Gefragt war eine Taufpraxis, die die Vorbereitung mehrerer Familien gleichzeitig ermöglicht und gleichzeitig die Tauffeiern (in Wolfenbüttel / Stadt) an einem Wochenende bündelt.

  

"TAUFKATECHESE"

Als Antwort auf die beschriebene Situation in der Pfarrei entstand die so genannte „Taufkatechese“.

Freiwillige Gemeindemitglieder begleiten Eltern auf ihrem Weg der Taufvorbereitung an zwei Elternabenden.

  

STRUKTUR

Die Taufanmeldungen werden im Pfarrbüro aufgenommen und nach Wunsch der Eltern einem Monat zugeordnet. Die Eltern bekommen ein Schreiben, in dem ihnen für den ausgewählten Monat die Termine für die beiden Elternabende -jeweils an einem Freitagabend um 20.00 Uhr - und der Termin für die Tauffeier genannt wird. Die MitarbeiterInnen im Team „Taufkatechese“ haben sich in 2er-Teams einem bestimmten Monat zugeordnet und bereiten diese beiden Elternabende vor. Sie leiten die Eltern(-paare), die an diesem Abend zusammenkommen, die sich in der Regel das erste Mal begegnen, sich dort kennenlernen, sich über die Geburt oder die neue Familiensituation austauschen und über den Entschluss sprechen, ihr Kind taufen zu lassen. In einer kleinen Feier wird der Beginn des Vorbereitungsweges gefeiert, die Eltern erfahren etwas über die Bedeutung der Zeichen in der Taufe, sie lernen den Ablauf einer Tauffeier kennen und können diesen mitgestalten.

 

CHANCEN DER TAUFKATECHESE

Durch die Neuregelung der Taufvorbereitung wurde nicht nur der Pfarrer entlastet, der nun nicht mehr jeden Hausbesuch einzeln durchführt und an drei Sonntagen im Monat Tauffeiern begleitet. Vielmehr wurde auch die eigentliche Bedeutung des Taufsakramentes deutlicher betont, dass es sich hier in erster Linie um eine Feier in der Gemeinde handelt. Spürbar wird dies für alle Beteiligten, da sowohl bei der Hinführung zur Taufe als auch bei der Feier selbst mehrere Tauffamilien eine „kleine Gemeinde“ bilden, die über den Teilnehmerkreis einer einzelnen Familie hinausgeht und somit die ganze Gemeinde repräsentiert. Das wird noch dadurch verstärkt, wenn es nicht nur Hauptamtliche, sondern vielmehr Ehrenamtliche der Pfarrei sind, die sich für diese Form der Begleitung im Glauben stark machen. Es kann kaum besser darauf aufmerksam gemacht werden, dass es gerade die Taufe ist - um die es ohnehin in den Elternabenden geht - die uns dazu befähigt, andere im Glauben anzuleiten und zu begleiten. Am deutlichsten wird dies bei der Salbung mit dem Crisam-Öl (von dem sich unser Name „Christen“ ableitet) ausgesagt, wo wir zu „Königen, Priestern und Propheten“ gesalbt werden.

  

NACHHALTIGKEIT

Die Taufkatechese wird in Zukunft noch an Bedeutung für die Pfarrei gewinnen, denn es ist anzunehmen, dass auch weiterhin weniger Hauptamtliche in der Pastoral zur Verfügung stehen.

Gleichzeitig nimmt der Wunsch, sein Kind taufen zu lassen, nicht ab, was sehr erfreulich ist.

Taufkatechese ist ein Freiwilligen-Amt unter vielen anderen Ehrenämtern in der Pfarrei St. Petrus. Es ist ein dankbarer Dienst, der häufig auf große Anerkennung seitens der Teilnehmer stößt. Grundsätzlich ist die Taufkatechese ein wichtiger Meilenstein in der Bildung des Bewusstseins, dass wir Christen durch die Taufe dazu befähigt sind, sich aktiv an der Glaubensweitergabe zu beteiligen, anstatt nur passiv Empfänger der Verkündigung zu sein.

In Zukunft wird das eine immer größere Rolle für die Lebendigkeit in unseren Pfarrgemeinden spielen.

  

Kontakt über:

Pfarrbüro St. Petrus

Tel.: 05331 / 920310

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