Samstag, 21 Oktober 2017

Pfr. Olschewski

Wolfenbütteler Schaufenster vom 09.03.2006

Abschied von Pfarrer Olschewski

 

Wolfenbüttel. (KBg) Dass man auch bei einem eher traurigen Anlass seineen Glauben fröhlich und voller Gottvertrauen bekennen kann, zeigten die Katholiken der Wolfenbütteler Gemeinden beim Abschlussgottesdienst für und mit Pfarrer Gerd Olschewski in der St.-Petrus-Kirche. Vom Singen der lateinischen Messe von Charles Gounod durch die Chöre von St. Ansgar und St. Petrus über eine auf den Pfarrer abgestimmte Büttenrede bis hin zu von Kindern vorgetragenen Fürbitten und Gesängen war alles das vertreten, was diesen Pfarrer auszeichnete: Offenheit für alle Gemeindemitglieder, Freude an Gesang und Musik, Humor und Ernsthaftigkeit sowie die Gabe, Trennendes zusammenzuführen. Mehrfacher Applaus drückte den Dank der Gemeinde in der Kirche und beim abschließenden Empfang im Roncallihaus aus. Hier wurde ihm das Abschiedsgeschenk überreicht: ein finanzieller Beitrag für die Anschaffung einer Stola und ein gebundenes Buch-Unikat, bestehend aus 140 Seiten, auf denen Gemeindemitglieder mit eigenen Texten und Bildern ihren ganz persönlichen Dank ausdrücken und Wünsche für seine Zukunft formulieren konnten.

Text ©Wolfenbütteler Schaufenster 2006, Foto: privat

 

 

 

Kirchenzeitung vom 04.03.2006

Pfarrer Olschewski verabschiedet

Wolfenbüttel (kiz). "Ansgar, Petrus, Schöppenstedt - unser Pfarrer war so nett": Mit einer launigen Büttenrede haben in Wolfenbüttel drei "Pfarrsekretärinnen" (die Gemeindemitglieder Susanne Petermann, Christiane Kreiß und Gemeindereferent. Markus Galonska) Pfarrer Gerd Olschewski aus seinem Amt als Seelsorger und auch aus dem Dienst im Bistum verabschiedet. Olschewski tritt, wie berichtet, in den Orden der Augustiner ein.

Die drei nahmen freundlich-witzelnd vieles aufs Korn, was ihre Ansicht nach den Seelsorger ausgemacht hat: sein Arbeitspensum, seine Abneigung gegen Sport oder auch "sein großes Herz".

"Ich habe mich gut erkannt", sagte Olschewski, der bekannt dafür ist, keine Scheu vor Witzen im Gottesdienst zu haben. Besonders freute sich der Seelsorger über ein Buchgeschenk. Über 140 Mitglieder der großen Gemeinde St. Petrus mit St. Ans gar und St. Joseph haben darin Erinnerungen und Wünsche an "ihren Pfarrer" aufgeschrieben: "Das Buch ist ein Unikat - und das sind Sie alle als Gemeinde auch", bekannte Olschewski.

Text ©Kirchenzeitung 2006, Foto: privat

 


 

Braunschweiger Zeitung - Wolfenbüttel - vom 27.02.2006

Katholiken feiern einen närrischen letzten Gottesdienst mit Gerd Olschewski

Büttenreden beim Pfarrerabschied

WOLFENBÜTTEL. (emka) Faschingssonntag, Familiengottesdienst und Verabschiedung des Pfarrers in der katholischen Kirche St. Petrus am gestrigen Sonntag: Es herrschte ausgelassene Heiterkeit beim letzten Gottesdienst mit Pfarrer Gerd Olschewski.

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei", kündigte Jens-Peter Kreiß an, der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Nach dreieinhalb Jahren als Seelsorger für die Gemeinden in Wolfenbüttel und Schöppenstedt sowie Dorstadt-Börßum-Heiningen erfahre O1schewski nun eine „erweiterte spirituelle Ausrichtung" im Orden der Augustiner (wir berichteten).

Hörten in der St.-Petrus-Kirche den Büttenreden zu: (von links) Pater Bernhard Hundeck, Pfarrer i. R. Wolfgang Aßmann, Pfarrer Gerd Olschewski, Dechant Jürgen Beuchel und Kaplan Thorsten Janz.
Foto:  Marion Kanther

Wie eine Karnevalssitzung begann der Gottesdienst in der überfüllten Kirche, wo erstmals ein närrisches Dreigestirn auftrat und eine Büttenrede hielt. Zwei Pfarramtssekretärinnen und Gemeindereferent Markus Galonska nahmen den scheidenden Pfarrer auf die Schippe, lobten seine stattliche Erscheinung, sein großes Herz und seine Fähigkeit, Witze zu erzählen. „Ansgar, Petrus, Schöppenstedt. Unser Pfarrer war so nett". In diesen Refrain stimmte die Gemeinde schnell ein, und die Orgel schickte jedem Gag der Büttenredner einen dreifach donnernden Tusch hinterher.

Pfarrer Olschewski konterte gereimt: „Sekretärinnen aus solchem Holz sind des Pfarrers Stolz." Beim Abgang warf das Trio Bonbons in die Schar der Kinder, die sich zur karnevalistischen Hoch-Zeit entsprechend kostümiert hatten. Sie verbuchten den ersten Heiterkeitserfolg. Als Christiane Galonska die deutschen Karnevals-Hochburgen abfragte, wurde ihr auch „Ohrum" genannt.

Bei der Abschiedsfeier im Roncallihaus nahm Olschewski die Segenswünsche der Gemeindemitglieder und zahlreichen Gäste entgegen, darunter die des Paters des Klosters Steterburg, Bernhard Hundeck, und von Vertretern der evangelischen Kirchengemeinden in Wolfenbüttel.

Der scheidende Seelsorger bestärkte seine Gemeinden im Glauben an eine gute Zukunft. Die wird vorerst von Kaplan Thorsten Janz gestaltet.

Text ©Braunschweiger Zeitung 2006

 

Wolfenbütteler Schaufenster vom 19.02.2006

Abschiedsgottesdienst für Olschewski

Wolfenbüttel. Am Sonntag, 26. Februar, 10 Uhr, feiert Pfarrer Gerd Olschewski seinen Abschiedsgottesdienst in der St.-Petrus-Kirche. Eingeladen sind auch die Gläubigen der Ortskirchen St. Ansgar und St. Joseph aus Schöppenstedt. An beiden Orten findet an diesem Sonntag kein Gottesdienst statt.

Olschewski wird nach gut drei Jahren Tätigkeit in der katholischen Gemeinde Wolfenbüttel verlassen und einen neuen Lebensabschnitt im Augustinerorden in Würzburg beginnen. Der Gottesdienst wird als Familienmesse gefeiert. Zur Faschingszeit werden alle Kinder eingeladen, in Faschingskostümen in die Kirche zu kommen. Die Chöre von St. Ansgar und St. Petrus werden gemeinsam singen.

Im Anschluss an den Gottesdienst laden Pfarrgemeinderat und Arbeitskreise zu einem Empfang ins Roncallihaus ein. Dort soll neben einigen offiziellen Worten viel Raum für Gespräche der Gläubigen mit dem scheidenden Pfarrer bleiben. Für Speis und Trank in Form eines Stehimbisses sorgen die Arbeitskreise der Ortskirchen.

Text ©Wolfenbütteler Schaufenster 2006