Mittwoch, 28 Juni 2017

Pfr. Aßmann

Braunschweiger Zeitung - Wolfenbüttel - vom 23.01.2009

Bis ins Alter treuer Helfer in der Seelsorge

Pfarrer Wolfgang Aßmann starb am 17. Januar

Von Pfarrer Matthias Eggers

WOLFENBÜTTEL. Die St.-Petrus-Gemeinde trauert um ihren vieljährigen Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Wolfgang Aßmann. Er starb am 17. Januar.

Die Kindheit in Braunschweig verbracht

Geboren am 1. März 1929 in Braunschweig, war er das jüngste von fünf Kindern. Er hat seine Kindheit in Braunschweig verbracht. Insbesondere das regelmäßige Abendgebet mit seinem Vater hat bei ihm tiefe Spuren hinterlassen, wie er es selbst einmal zum Ausdruck brachte.

Von Anfang an war er durch das so genannte Kartenga-Syndrom stark beeinträchtigt. Das heißt, bei ihm waren alle Organe seitenverkehrt.

 

 

Pfarrer Wolfgang Aßmann.
Archivfoto: Stephan Hespos

 

Am 7. März 1954 wurde Wolfgang Aßmann in Braunschweig zum Priester geweiht. Nach seiner Priesterweihe war er als Kaplan und Kooperator in Algermissen, Hasede, Hildesheim-Drispenstedt und Herzberg tätig. Von 1960 bis 1981 wirkte er dann als Krankenhausseelsorger am St.-Vinzenz-Krankenhaus in Braunschweig. Außerdem war er in dieser Zeit Pastor in BraunschweigStöckheim.

Sein Weg führte ihn dann als Dozent und Pastor an das St.-Jakobus-Haus in Goslar. Von 1984 bis 1987 engagierte er sich dort auch als Pastor von St. Barbara in der Gemeindeseelsorge.

Von 1987 bis zu seiner Emeritierung im März 2004 war er als Subsidiar an St. Ansgar in Wolfenbüttel. Dort hat er seine längste Lebenszeit an einem Ort verbracht und blieb bis in die letzten Monate seines Lebens ein treuer Helfer in der Seelsorge.

Am 3. Advent 2008 hat er sich dort mit einem feierlichen Gottesdienst verabschiedet. Nach seiner Übersiedlung in das Altenpflegeheim St. Hedwig in Braunschweig feierte er dort mit den Bewohnern die Heilige Messe.

Zeit seines Lebens war Wolfgang Aßmann Priester mit Leidenschaft. In seinem Glauben erfuhr er in besonderer Weise Nahrung durch die Heilige Schrift.

Weite und Wissensfülle seines Denkens

Bis ins hohe Alter hat er sich insbesondere in der biblischen Theologie weitergebildet. Die Weite und Wissensfülle seines Denkens hat auch seine Predigten geprägt. Sein Glaube und sein eigener Humor halfen ihm auch, mit den gesundheitlichen Grenzen zu leben.

Voller Dankbarkeit trauern wir um einen engagierten Seelsorger.

Text ©Braunschweiger Zeitung 2009